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Fußball News
Ein 2:0-Arbeitssieg
Schwache Vogtareuther mauern sich ein
Was soll man da machen, wenn man als Tabellenführer nach Vogtareuth kommt und – bis auf wenige Ausnahmen – eine Mannschaft vorfindet, die hinten gut steht, sonst aber nichts macht. Doch – sie lauert auf Konter, die sie dann aber so gut wie nicht spielt und wenn, dann nicht zu Ende spielen kann.
Gegen solche Mannschaften zu spielen ist sehr schwierig. Da muss sehr schnell gespielt werden – oder auch bedächtig, um auf Chancen zu lauern. Unsere Jungs entschieden sich für die zweite Variante. Durchaus klug, auch angesichts des sehr schweren Bodens (Der Ball wollte häufig gar nicht richtig hupfen!), allerdings für die Zuschauer nicht so attraktiv wie etliche vorausgegangene Spiele. Aber was soll’s: Gewonnen ist gewonnen – und das weitgehend unbedrängt. Erst nach dem 2:0 durch Fabian Martinus (72.) gaben die Vogtareuther ihre Zurückhaltung auf und spielten offensiv – soweit sie das halt konnten. Viel war es nicht. Das war der eigenen Unfähigkeit genauso geschuldet wie unserer gutstehenden Abwehr samt Mittelfeld. Und der Sturm arbeitete auch meist sauber nach hinten.
So war das Spiel besonders in der 1.Hälfte sehr einseitig. Es begann zwar mit einer Halbchance der Vogtareuther mit einer Flanke von links und einem Schüsschen rechts ans Außennetz (3.). Das war es dann mit dem „Angriffsfußball“ der Hausherren. Erst in der 2. Hälfte konnte die Nr. 4 die Abwehr überwinden, aber nicht Simon Rott, der zwar nicht viel zu tun hatte, aber auf dem Punkt wieder da war bzw. sein rechter Fuß. Das war in der 65. Minute. Und dann waren sie nochmal in der79. vor unserem Tor. Das war es dann endgültig.
Aber auch unsere Chancen hielten sich in Grenzen – anders als gegen Kolbermoor. Torben war in der 19. und 26. gefährlich da, Luca Leupolz in der 23. und ein bisschen in der 31. Und wieder mal Torben nutzt eine unübersichtliche Situation, in der die Vogtareuther den Ball nicht wegbekommen, aus und schießt aus 16m gezielt ins rechte Toreck zum 1:0. Da konnte der Keeper nichts mehr machen. Das war ein sehr wichtiger Treffer so kurz vor der Halbzeit. Aber das muss man Fußballinteressierten ja nicht sagen.
Und in der 2. Hälfte ging das Spiel genauso weiter. Vogtareuth hinten und der SVW mit vorsichtiger Annäherung, dass wieder einige – nicht immer zwingende – Chancen herauskamen, z.B. Fabian Martinus (57.), Torben (62.), beide in Kombination (67.), bis Fabi dann mit einem satten Schuss aus halbrechter Position auf die linke Torseite den 2:0-Endstand setzt. Die Vogtareuther Abwehr war zu diesem Zeitpunkt auf Abstand gegangen.
Wie schon oben angesprochen – danach machte Vogtareuth endlich auf, spielte offensiver, ohne allerdings gefährlicher zu werden. Jeder unserer Jungs war den Vogtareuthern spielerisch überlegen. Etwas, woran man immer denken sollte: Unsere Mannschaft kann Probleme meist spielerisch lösen – im doppelten Sinn -, körperlich dagegen halten ist zwar ein Muss, aber man darf sich nicht auf die zu körperbetonte Spielweise, z.B. gegen Vogtareuth vor dem 2:0, zu stark einlassen. Da verliert man die eigene Linie. Mir san mir könnte man da sagen; doch bei uns läuft es besser. Nachdem alle Verfolger für uns gespielt haben, liegen wir mit 9 (!) Punkten vor dem Zweiten (Prien) und dann drängen sich die anderen Verfolger. Es gibt keinen Grund, sich auch nur eine Minute an die Spielweise des Gegners anzupassen. Und das kann man nächsten Freitag gegen Söllhuben (19.00 Uhr) daheim an der Römerstr. demonstrieren.
Aufstellung
Simon Rott, Sebastian Niesner, Michael Jackl, Torsten Voß, Andreas Schneeweiß, Alexander Schober, Dominik Schlosser, Luca Leupolz 87. Dominik Georg), Torben Gartzen (76. Maximilian Kollmer), Marinus Jackl, Fabian Martinus (80. Michael Krauß)
Herbstmeister! – Glückwunsch!
SVW – SV DJK Kolbermoor 3:0 (2:0)
Das sind doch gute Nachrichten: Nach einer sensationellen Hinrunde ist man Herbstmeister in der Saison 19/20, hat wieder ein Spiel gewonnen und die Niederlage gegen Großholzhausen als Ausrutscher stehen lassen. Gut. Sind wir aber ehrlich: Der Gegner aus Kolbermoor war richtig schlecht, da kommt höchstens noch Danubius mit. Und das ist dann auch traurig. Den vor Kolbermoor musste man mal richtig Angst haben. Trotzdem müssen auch solche Spiele erstmal gewonnen werden, gerade wenn es so einseitig zugeht. Und es war wirklich einseitig. Zwei Chancen hatten die Kolbermoorer, einmal in der 1. Hälfte, als Kolbermoor von links anstürmt und ihre Nr. 16 (Jan Marczinek) aus der Mitte kommend verschießt (21.). Und einmal in der 2. Hälfte (60.). Das war’s. Bleiben also noch unsere Chancen. Da wird es jetzt richtig nicht nur lästig, sondern fast unmöglich, die alle aufzuzählen. Versuchen wir mal die Spieler mit Chancen zu benennen. Da ist Laurent Becherer, der seit langer Zeit ein Spiel komplett durchmachen durfte und von Beginn an richtig heiß war. Er spielte diesmal nicht vorne, sondern im Mittelfeld, was zu atemberaubenden, häufig steilen Zuspielen in die Spitze führte. Da wurde das Spiel richtig schnell und die Abwehr der Kolbermoorer zeigte sich schnell überfordert. Und dieser Laurent hatte als Top-Vorbereiter (z.B. 19.) auch noch einige Chancen (3.,64.,77.,). Dann gab es unseren zweiten Vorbereiter, Marinus Jackl, der von links immer wieder schnelle und genaue Flanken in die Mitte spielte, die aber nicht immer jemanden erreichten (z.B. 10.). Eigentlich unverständlich. Doch beim 1:0 durch Fabian Martinus hatte alles gepasst für den Rini. Die Vorarbeit war klasse. Und dann noch dieses überlegt gespielte, aber leider Abseits gepfiffene Tor von ihm in der 30.
Genau der Fabi. Neben seinem Tordrang nahm er sich ein Beispiel an Laurent und versuchte es häufiger auch mit steilem Anspiel – und auch mit Erfolg. Doch ein Pass von Laurent auf Martinus brachte dann das 2:0.
Wer muss noch erwähnt werden: Klar, Torben, der mit dem frühen 3:0 (52.) für den Endstand sorgte, wobei die „Vorbereitung“ dieses Tores symptomatisch gerade für die zweite Halbzeit war. Mehrfache Versuch unterschiedlicher SVW-Beteiligter wurden vom Pfosten, von der gegnerischen Abwehr, vom Pech und nicht zuletzt vom sehr guten Kolbermoorer Torwart, Jeronimo Couto, zunichte gemacht. Denn allein, was er so rausholte hätte eigentlich zu 3-4 Toren mehr führen müssen. Also Torben der es immer wieder zu gut machen wollte und dabei entweder zu lasch (3.) oder zu ungenau (13., 45.) schoss. Und trotzdem – wie die ganze Mannschaft – ein sehr gutes, wieder sehr engagiertes Spiel machte. Und dann dürfen wir auch Luca Leupolz nicht vergessen, der viel rackerte und auch seine Chancen hatte (19.,84.). Und last, but not least unser Baba, dem heute kein Tor gelingen wollte – trotz etlicher Möglichkeiten (z.B. 72.). Ganz zum Schluss Dominik Schlosser, der im Mittelfeld nicht mehr wegzudenken ist und auch schöne Chance hatte (z.B. 82.) Und dass zu null gespielt wurde, lag auch am energischen und organisierten Eingreifen unserer Abwehr, in der Kapitän Sebastian Niesner den zentralen Platz in der Dreierkette an Michael Jackl abgab, der schon seit einigen Spielen erfrischend selbstbewusst Neben- und Vorderleute wortreich dirigiert. Toll!
Fazit ein wichtiger Sieg – nicht nur wegen der Herbstmeisterschaft, sondern auch als Gradmesser dafür, dass Großholzhausen ein Ausrutscher war. Jetzt geht es schon in die Rückrunde. Nächsten Samstag in Vogtareuth, gegen die wir erst vor vier Wochen gespielt haben. Wie es richtig in der Rot-Weissen steht. Der Terminplaner wird schon wissen, warum.
Aufstellung
Simon Rott, Sebastian Niesner, Michael Jackl, Laurent Becherer, Andreas Schneeweiß, Alexander Schober (68. Dominik Georg), Dominik Schlosser, Luca Leupolz, Torben Gartzen (57. Michael Krauß), Marinus Jackl, Fabian Martinus (78. Torsten Voß)
Irgendwann war es ja mal fällig – aber doch nicht gegen Großholzhausen
ASV Großholzhausen – SVW 4:2 (1:2)
In der 23. Minute tritt Fabian Martinus eine seiner inzwischen ziemlich gefährlichen Ecken. Alexander Schober köpft ans rechte Kreuzeck. Davor – auch nach einer Fabi-Ecke – steht es schon 1:0 in der 5. Minute nach einem genauen Kopfball von Michael Krauß. Und damit machen wir das Trible voll: In der 24. Minute tritt Fabi diesmal flach in den Rückraum seine Ecke, wo Michael Jackl wartet, der mit einem präzisen Schuss aus 16m rechts unten ins Toreck auf 2:0 für den SVW erhöht. Bevor wir uns tiefer auf das Spiel einlassen, hier noch die nächsten gefährlichen Chancen: Baba schießt nach einem langen Zuspiel von halbrechts (75.) und nach einem Einwurf wagt Marinus Jackl einen Weitschuss aus zentraler Position (77.). Beide Schüsse waren harmlos. Das war’s dann an ernstzunehmender Gefahr bringenden Aktionen unserer Jungs. Das war definitiv nicht ihr Tag.
Großholzhausen dagegen hatte schon in der 3. Minute durch die Nr. 10 eine Chance, dann – nach einer Ecke von links – geht ein zentraler Schuss knapp übers Tor (27.) von Simon Rott, der dieses Mal im Mittelpunkt des SVW stand. Und allein dieser Satz verheißt nichts Gutes. Auch wenn Rott wieder mal bewiesen hat, dass er ein sehr guter Torhüter ist. Alles kann man auch nicht retten. Obwohl er einen weiteren gefährlichen Angriff (29.) nach einer Ecke von rechts und einem Schuss gegen den Pfosten wieder klärt. Das wiederholt er in der 41. Minute nach einem Freistoß der Großholzhausener noch einmal. Und dann hat er auch das Glück es Tüchtigen, als ein Großholzhausener Schuss am linken Pfosten abprallt. In der 45. Minute ist er dann machtlos: ein Pfostenschuss landet bei Großholzhausen und wird von Johannes Gasteiger im Tor versenkt.
Gleich nach der Pause machen die Großholzhausener unbeeindruckt weiter -sie spüren auch keine richtige Gegenwehr – und erzielen nach einer nicht ganz sauberen Abwehr von Rott im Nachschuss den 2:2-Ausgleich durch Kazim Gökze (47.). Schon 3 Minuten später muss Rott wieder all sein Können aufbieten, um sein Tor sauber zu halten. Und nur sieben Minuten später hält Rott einen Freistoß von links souverän. Das war es von Großholzhausener Seite noch nicht ganz. In der 66. Minute schossen sie ihren Führungstreffer zum 3:2 (Maxi Schober) und dann noch das 4:2 (Marinus Grill) in der 72.
Was muss noch erwähnt werden:
Dominik Schlosser bekommt die gelb-rote Karte (63.) nach einem nicht gelbwürdigen Foul. Das war wohl eine Konzessionsentscheidung des Schiedsrichters, nachdem beim ersten Foul viele (Spieler und Zuschauer) die rote Karte gefordert hatten, was falsch war (siehe Video).
Und der Linienrichter auf der Coaching-Seite war mit zunehmender Fortdauer des Spiels sichtlich überfordert.
Doch ganz klar: Spielentscheidend waren beide Situationen nicht. Denn nach dem nur aus Standardsituationen resultierendem 2:0 hätte man das Spiel heimbringen müssen. Zwar erhöhten die Großholzhausener den Druck, spielten geschickt und schnell, doch so etwas sind wir eigentlich gewöhnt. Doch diesmal haperte es an allen Stellen: Der Sturm war zu unbeweglich bzw. zu hektisch, auch mit Stellungsfehlern, das Mittelfeld entweder zu offensiv (selten) oder zu defensiv (häufig) und die Abwehr geriet zunehmend unter Druck, da von weiter vorne zu wenig Entlastung kam. Schon nach dem 1:0 konnte man sehen, wie unsere Mannschaft zurückwich. Mit dem 2:0 hörte das Angriffsspiel weitgehend auf und den Großholzhausenern wurden die Chancen auf dem Präsentierteller serviert. Ganz unverständlich, dass nach der Pause kein Ruck durch die Mannschaft ging, sondern man dem Ansturm der Gastgeber immer noch nichts entgegenzusetzen hatte. Dass mit dem Ausscheiden von Schlosser dann deutlich ein sehr wichtiger Mann fehlte, war zwar offensichtlich, aber nicht nur spielentscheidend, höchstens fehlten jetzt Variationen und Kraft, um noch mal richtig dagegen zu halten.
Haken wir es ab und machen es nächsten Freitag (25.10., 19.30 Uhr) gegen Kolbermoor besser.
Aufstellung
Simon Rott, Sebastian Niesner, Michael Jackl, Torsten Voß, Andres Schneeweiß (71. Maximilian Kollmer), Alexander Schober, Dominik Schlosser, Luca Leupolz, Michael Krauß, Fabian Martinus, Marinus Jackl
Ein Spitzenspiel, das seinen Namen verdient
Ein Spitzenspiel, das seinen Namen verdient
SVW – TSV Emmering 3:1 (1:0)
Ein hart erkämpfter Sieg, mit Geschick und Cleverness herausgespielt. Und: Schlosser (26.), Krauß (63.), Leupolz (85.) als Torschützen. Es geht auch ohne Torben, der sich in der 2.Hälfte vorsorglich auswechseln ließ. Und: Die Zahlen sprechen für sich mit einer positiven Torbilanz von 25 Treffern. Das hat keine andere Mannschaft, noch nicht mal andeutungsweise. Und bei nur 12 Gegentreffern. Da ist nur Prien knapp besser, der neue Zweite. Und mit einer Fairnessbilanz, die sich sehen lassen kann. Nur durchschnittlich eine gelbe Karte pro Spiel. Auf zu harte Fouls muss bei dem Spiel unserer Mannschaft nicht zurückgegriffen werden. Und trotzdem ist man der teilweise recht harten und mit sehr vielem Klammern sich auszeichnende Spielweise der Emmeringer nicht ausgewichen, sondern hat auch körperlich richtig dagegengehalten.
Und das war durchaus nötig bei diesem wirklichen Spitzenspiel, das sehr schnell war, von sehr viel Hektik und teilweise langen Pässen geprägt. Wieder wollten beide Mannschaften unbedingt gewinnen, wobei es für die Emmeringer noch wichtiger war, wie sich jetzt zeigt: Sie haben schon 8 Punkte Rückstand auf uns.
Trotz des sehr abwechslungsreichen und spannenden Spiels gab es relativ wenig richtige Torchancen, was nur logisch war, spielte ja der erste gegen den zweiten.
Ging die 1. Hälfte nach Spielanteilen eher an den SVW, so übernahm in der 2.Hälfte der TSV Emmering in weiten Teilen die Initiative. Mussten sie ja auch, um zu einem Sieg zu kommen. Doch was scheren uns Spielanteile, wenn unsere Jungs letztendlich die Cleveren sind und die Tore schießen?
Torben Gartzen setzte ein kleines Angriffszeichen schon in der 2. Minute, als er eine Flanke von rechts links mit dem Kopf neben das Tor von Andreas Kleinguetl setzte. Emmering versteckte sich auch nicht und kam in der 6. Minute zu einem der vielen Angriffe von beiden Seiten. Diesmal von halbrechts. Den Schuss hält Simon Rott zuverlässig. Dann wurde d er Ball in der 24. Minute von rechts nach vorne in den Strafraum der Emmeringer gebracht, von links kommt Martinus, dringt schnell in den Strafraum ein und wird vom Emmeringer Keeper unsanft und mit einem Foul gebremst. Dominik Schlosser ließ sich auch diesmal die Gelegenheit nicht entgehen. Souverän schickte er den Ball auf die linke, halbhohe Seite. Dieses 1:0 war unheimlich wichtig, denn jetzt mussten die Emmeringer endgültig kommen, was sie dann – erst zögerlich – auch taten. Damit wurden Räume frei. Doch auf beiden Seiten blieb die Abwehr bestimmend. Sehr gute Chancen der Emmeringer in der 32. und 42. von halblinks aufgebaut, konnten geklärt bzw. spektakulär von Schlosser im Strafraum gerettet werden. Dazwischen hatte der SVW noch eine Halbchance durch Alexander Schober nach einer Ecke von Martinus (37.).
Zur Pause kam Baba Krauß für Gartzen. Schon in der 51. setzte er sich nach einer steilen Vorlage aus der Tiefe ab der Mittellinie solo ab, konnte den Ball aber nur links neben das Tor setzen. Das war schon mal eine gute Übung für sein zweites Solo, dass er jetzt erfolgreich mit einem routiniert-frechen Chip halb über, halb am Torwart vorbei ins Emmeringer Netz beendete. Das war das 2:1. Vorher hatten die Emmeringer bewiesen, dass sie eine Spitzenmannschaft sind: Mit schnellem und gelungenem Passspiel arbeiteten sie sich auf der rechten Seite nach vorne, trieben unsere Abwehr auseinander und Michael Maier konnte einen präzisen Schuss in die linke Torecke abziehen. Ab jetzt zeichnete sich die dann weitgehend bleibende leichte Überlegenheit der Emmeringer ab. Doch auch hier sah man wieder die Qualität unserer Jungs. Der Gegentreffer beeindruckte sie nicht und … siehe oben. Richtige Chancen blieben weiterhin Mangelware. Der SVW hielt sich zurück, manchmal zu stark, manchmal aber auch genau richtig dosiert. Das wird man auch noch zur Perfektion bringen! Und Krauß hatte noch eine gute Chance, als von Schober von rechts ein Ball auf Luca Leupolz kam, der mit einer satten Flanke von rechts für den heranstürmenden Krauß dann doch etwas zu scharf geschossen hatte (66.). Der Ball ging links neben das Tor, zeigte aber, dass die Emmeringer sich nicht drauf verlassen konnten, dass der SVW nicht mehr stürmen würde. 10 Minuten später schoss die Nr. 8, Simon Wimmer, der Emmeringer zentral aus 16m quer durch alle möglichen Beine aufs Tor, aber Simon Rott hielt. Wie er den Ball gesehen hat - keine Ahnung. Der Druck der Emmeringer stieg weiter und entlud sich – im 3:1 für den SVW durch Leupolz, der nach einem Freistoß von Marinus Jackl mit schönem Weiterleiten/Abtropfen von Laurent Becherer von halbrechts den Schlusspunkt setzte.
Nicht die bessere Mannschaft setzte sich durch, denn beide zeigten ihr Können, sondern die klüger und in den wichtigen Situationen intensiver und voller Selbstbewusstsein agierende Mannschaft. Das gilt für Abwehr, Mittelfeld und Sturm gleichermaßen! Das Spiel hat auch den sehr vielen Zuschauern, nicht nur Emmeringer, sondern wohl auch Spieler anderer Kreisligamannschaften, sehr gefallen und sie feierten den Sieg intensiv mit.
Aufstellung
Simon Rott, Sebastian Niesner, Michael Jackl, Torsten Voß, Andreas Schneeweiß (46. Phillip Stachler), Alexander Schober, Dominik Schlosser, Luca Leupolz, Torben Gartzen (46. Michael Krauß), Marinus Jackl, Fabian Martinus (81. Laurentius Becherer)
Torben mit Viererpack in einem umkämpften Spiel
TuS Bad Aibling – SVW 3:5 (2:3)
Das Negative vorweg: Das war kein spielerisches Highlight in dieser Saison des SVW. Aber es war das dritte anstrengende Spiel in einer Woche! Und der dritte Sieg! Und Tor 14 bis 17 (!) vom Torben in 9 Spielen! Und wieder eine kämpferische Leistung am Schluss, die ihresgleichen sucht! Und deshalb: Hut ab vor dieser Mannschaft und eine tiefe Verbeugung!
Es ging ja absolut positiv los. Nach einem noch harmlosen Angriff über links schießt Marinus Jackl zu unplatziert aus ca. 8m auf den Aiblinger Torwart. Doch gleich drauf kommt eine präzise Flanke von rechts und Torben muss in Tornähe nur noch einköpfen (4.). Nur noch? Man muss schon richtig stehen, man muss den „Riecher“ haben und man muss die Abwehr loswerden. Alles, was Torben im Moment anscheinend mühelos gelingt. Danach lässt es der SVW etwas ruhiger angehen und die Aiblinger zeigen erheblichen Respekt, kommen dann aber doch ans SVW-Tor mit einem Freistoß, den Rott abprallen lässt; aber da ist dann Gottseidank niemand. Und dann darf Gartzen mal wieder. Eine schöne Flanke, diesmal von halbrechts, und Torben schiebt am Torwart vorbei ein (17). Doch die Aiblinger verstecken sich nicht. So in der 26. Minute kommen sie wieder von links – ihr bevorzugter Angriffsweg – und schießen aufs Tor und auf Rott, der ihn knapp vor anderen Aiblingern sichern kann. Dann eine weite Flanke von links von Torben auf Laurent, der aus 5m rechts neben das Tor schießt, wo Fabian Martinus den Ball noch erwischt, aber nur ans rechte Außennetz setzt. Jetzt ist der SVW zu ruhig, zu defensiv, lauert eher auf Konter, womit die Aiblinger zu diesem Zeitpunkt (32.) noch nichts anfangen können und mit vielen hohen Bällen noch nicht zwingend angreifen. Doch der Druck wird stärker und jetzt passiert das, was auch schon gegen Vogtareuth gefährlich wurde. Unsere Jungs können nicht richtig dosiert zurückschalten. Sie weichen zu viel zurück, verlieren ihren Spielfluss. Und die Quittung kommt leider prompt: Nach einer nur zweiminütigen Druckphase gelingt der Anschlusstreffer zum 2:1 durch Troffer (36.) und 6 Minuten später haben wir unheimliches Glück und das Können von Simon Rott vor allem in 1:1-Situationen. Er hält souverän. Aber danach ist es leider wieder so weit: Ecke Aibling von rechts wird in die Mitte abgewehrt; aus Distanz und zentral fällt der Ausgleich zum 2:2 durch Klesse (42.). Doch jetzt zeigt sich wieder mal die Stärke unserer Jungs. Aufgeben ist nicht! Und nach einer gelungenen Vorlage von Martinus kann - na, wer wohl – Torben Gartzen zum 3:2 einschießen. Damit erzielt er einen absolut klassischen Hattrick: 3 Tore in einer Halbzeit! Ein wichtiger Treffer, der für die 2. Hälfte hoffen ließ.
Diese Hoffnung wurde allerdings schnell und heftig enttäuscht. Schon in der 47. schafft Foidl nach einem weiten Schuss in den Torraum das weitgehend unbedrängte Ausgleichstor zum 3:3. Jetzt wollen es die Aiblinger wissen und der SVW fällt zwar nicht auseinander, aber viel geht nicht mehr, die Körpersprache sagt ein Übriges. Die Aiblinger greifen energisch an, meist steht mindestens einer vor unserem Tor frei und wir brauchen mehrere Portionen Glück, um da unbeschadet durchzukommen. So in der 70., als wieder mal ein Aiblinger vor unserem Tor von links auftaucht und letztendlich rechts am Tor vorbeischießt, was durchaus eine Kunst war. Aber wir nehmen es mal hin. Doch dann befreien sich unsere Jungs aus dieser Zange und so hat z.B. Andreas Schneeweiß, der von seiner Verletzung zurück ist und wieder eine wertvolle Hilfe war, von rechts kommend und nach innen ziehend die Möglichkeit, zu einem satten Schuss anzusetzen, der den Aiblinger Torwart zu einer Parade zwingt. Gleich danach schießt Martinus einen platzierten Freistoß aus 30m auf den Aiblinger Torwart, der sich dieses Mal nach oben strecken muss. Jetzt kommt der SVW wieder besser ins Spiel, dann wird Torben wird und unser nicht für Ausbrüche verbaler Art bekannter Trainer muss vom Platz. An dieser Stelle sollte man erwähnen, dass man manche Schiedsrichterleistungen lieber unerwähnt lässt. Nach einer längeren Pause kamen die Unsrigen besser ins Spiel zurück und konnten zumindest teilweise die Kontrolle zurückerkämpfen, was fast folgerichtig zu einer unübersichtlichen Strafraumsituation bei den Aiblingern mit klarem Handspiel führte. Diesmal nahm sich unser zweiter Neuzugang – und schon lange unentbehrlich für die Mannschaft – Dominik Schlosser den Ball und setzte ihn souverän und entschlossen ins Tor. Dann fiel den Aiblingern endgültig nichts mehr ein und – „überraschenderweise“ wie es der Stadionsprecher ironisch bezeichnete – setzte Torben Gartzen den Schlusspunkt zum 5:3 Endstand.
Eine anstrengende Woche ist höchst erfolgreich zu Ende gegangen. Noch einmal: Alle Achtung und herzlichen Glückwunsch!
Jetzt hat man eine Woche zur Regeneration. Dann kommt allerdings der TSV Emmering zum Spitzenspiel an die Römerstr. Wie immer freitags, 19.00 Uhr (11.10.)
Aufstellung
Simon Rott, Sebastian Niesner, Michael Jackl, Torsten Voß, Andreas Schneeweiß (60. Dominik Georg), Alexander Schober, Dominik Schlosser,Fabian Martinus, Laurent Becherer, Torben Gartzen, Marinus Jackl
Sehr einseitiges Spiel – bis auf die letzte Viertelstunde
SVW – SV Vogtareuth) 5:2 (1:0)
Machen wir es kurz: Schließlich kommt das nächste (Auswärts-)Spiel gegen Aibling schon am Freitag.
Mit dem Spielverlauf steigerten sich auch die Chancen des SVW: Los ging’s schon in der 2.Minute mit einem Schuss von Luca Leupolz direkt auf den Vogtareuther Torwart und einem Schuss von Torben Gartzen (9.), nach Zuspiel von Dominik Schlosser, auch auf den Torwart. Die Vogtareuther tauchten ernsthaft vor dem Tor von Simon Rott erst in der 12. Minute auf. Drei Minuten später gab es dann doch einen kleinen Aufreger, als Vogtareuth nach einem Freistoß von halblinks nur den Pfosten traf. Hier hätte man die Mauer vielleicht etwas breiter aufstellen sollen. Aber das war’s dann schon auf Vogtareuther Seite. Der SVW stürmte, stand sehr hoch und zeigte in jeder Minute, wer Herr im Haus ist. Echte Chancen waren angesichts der Vogtareuther Mauer aber seltener in dieser Halbzeit. So Leupolz, der zentral auf Fabian Martinus nach rechts gibt, der aber dann den Ball links am Tor vorbeizieht (22.). Gartzen schafft es in der 34. aus ca. 8m zentral abzuziehen und daneben zu schießen. Schon eine Minute später – nach ordentlichem Durcheinander in der Vogtareuther Abwehr – schießt Schlosser aus 18m sehr gezielt auf die rechte Torseite. Der Vogtareuther Keeper muss sich heftig strecken, kann den Ball aber abwehren. Jetzt konnten die SVW-Fans doch etwas nervös werden. Man nähert sich der Halbzeit, ist das absolut dominierende Team und bekommt kein Tor gebacken. Doch das ändert sich nach einer leider verletzungsbedingten Auswechslung vom gut aufgelegten Max Willi Danzer (Gute Besserung!). Für unseren Linksverteidiger bringt der Trainer Stephan Mayr tatsächlich unseren Stürmer Michael Baba Krauß. Eine mutige, eine offensive und eine vollkommen richtige Entscheidung. Die Abwehr wird umgebaut und Baba bedankt sich kurz danach (42.) mit dem Treffer zum 1:0 nach fantastischer Vorarbeit von Alexander Schober auf Martinus, der von links Baba den Ball „idiotensicher“ auflegt.
Die 2. Hälfte war abwechslungsreicher, 1., weil mehr Tore fielen und 2., weil Vogtareuth sich in der letzten Viertelstunde noch mal ein bisschen aufbäumte und 2 – aus SVW-Sicht – überflüssige Tore erzielte. So liegen Glück und Leid für Fabian Martinus eng beieinander. In der 50. schießt er eine präzise Ecke von rechts auf den 2.Pfosten, wo Gartzen unbedrängt zum 2:0 einköpfen kann. Und 9 Minuten später verschießt er – wieder mal –einen berechtigten Handelfmeter. Da sollte wohl der Elfmeterschütze wechseln. In der 66. kann Torben nach einer weiten und genauen Flanke von Torsten Voß zum 3:0 einschießen. Und jetzt begann das, was SVW-Fans durchaus fürchten. Unsere Jungs nahmen Dampf raus – und hier stimmt dann nach wie vor etwas nicht: Nur ein bisschen zurückfahren fällt ihnen schwer. Und deshalb konnten die Vogtareuther besser ins Spiel kommen und zum 3:1 Anschlusstreffer herankommen, als Stefan Beier weitgehend frei von halbrechts aufs Tor zustürmte und nach links einschoss. Da hatte unser zwar sonst nicht sehr beschäftigte, aber insgesamt sichere Simon Rott keine Chance. Doch schon 3 Minuten später kam die Antwort. Leupolz erhöhte zum 4:1. Dann noch ein Foul im Strafraum – so was passiert – und es stand nach einem sicheren Schuss von Michael Altmann „nur noch“ 4:2. Doch den erfolgreichen Schlusspunkt setzten wieder unsere Jungs: Martinus legt Baba auf:5:2 Endstand mit dem Schlusspfiff.
Was haben wir gesehen. Ein Gegner, der schnell vor Ehrfurcht zwar nicht erstarrt, aber aus einer 9-Mann-Defensive versucht, ab und zu zu kontern, und einen SVW, der vor Energie und Spiellaune nur so sprüht, flexibel reagiert, Positionen wechselt, dass man immer mal wieder nachzählt, ob noch alle da sind. Aber ja, jede Position ist besetzt, und zwar vollwertig. Dass dann nicht alles gelingt, liegt wohl an dem Spiel, das Fußball heißt, und genau deshalb so attraktiv ist und unsere Mannschaft macht im Moment viel, um es noch attraktiver erscheinen zu lassen. Und das sollte am Freitag (4.10.19) in Bad Aibling so weitergehen, wenn man den Gegner, der mit 8 Punkten und einem negativen Torverhältnis nicht gut in die Saison gestartet ist, nicht unterschätzt.
Aufstellung
Simon Rott, Sebastian Niesner, Michael Jackl, Torsten Voß, Maximilian Danzer (39. Michael Krauß), Alexander Schober, Dominik Schlosser (52. Dominik Georg), Luca Leupolz,Marinus Jackl, Fabian Martinus (77. Laurentius Becherer)
Überflüssig, aber gerecht – der späte Anschlusstreffer für die Raublinger
SVW – TuS Raubling 2:1 (1:0)
Und keine Tore von Torben Gartzen. Die durften diesmal Marinus Jackl (25.Minute) und Fabian Martinus (49.) schießen, allerdings beide nach direkter und kluger Vorarbeit von Gartzen.
Dazu kommt: Wieder einmal war es letztendlich die komplette Mannschaft, die gerackert hat, sehr viel gelaufen ist und den Sieg unbedingt wollte – und auch bekam. Die Abwehr agierte dieses Mal so stabil und konsequent wie noch nie in dieser Saison; da war kaum ein Durchkommen. Der späte Gegentreffer durch die Nr. 11 der Raublinger, Sebastian Huber, ist zwar ärgerlich, aber angesichts des Spielverlaufs gerecht. Und irgendwann erlahmt nach so einem Spitzenspiel die Aufmerksamkeit und die Kraft nun mal. Das Mittelfeld arbeitete hervorragend nach hinten und half, wo nötig, setzte aber immer wieder gelungene Akzente nach vorne, um unsere Offensivleute richtig in Szene zu setzen. Und – klarer Ausdruck des Engagements: Es gab 3 gelbe Karten für unsere Jungs, fast so viel wie in den vergangenen 7 Spielen zusammen, und etliche Fouls wurden begangen. Man wich nicht zurück. Sehr gut.
Chancen waren auf beiden Seiten zwar vorhanden, doch wurde das Spiel eher von Taktieren und Abwarten dominiert. Man lauerte regelrecht, ohne zu mauern. Zu Beginn konnte sich Marinus Jackl gleich von links durchsetzen (1. Minute), scheiterte aber am Torwart. Die erste Chance der Raublinger fand erst in der 13. Minute statt und wurde, wie einige andere Möglichkeiten auch, von unserem gut aufgelegten und sehr gut stehenden Keeper Simon Rott zunichte gemacht.
Beide Mannschaften begannen vorsichtig und auf Sicherung bedacht. Wenn es aber eine Möglichkeit zum Angriff gab, nutzten sie sie beide, blieben aber oft schon in den Abwehrketten hängen. Erst nach dem schnell und sauber herausgespielten Führungstreffer konnte sich der SVW ein leichtes Übergewicht erkämpfen, Chancen aber nicht. Dafür war dann die Raublinger Mannschaft in der 37. nach einem Freistoß von links und einem Pfostenknaller in der 44. zuständig.
Zu Beginn der 2. Hälfte ließ der SVW Raubling kommen, doch nur, um in der 49. wieder mit einem schnellen und gekonnten Angriff letztendlich über Torben, der ähnlich wie beim 1:0 auf Fabian Martinus querlegt, der das 2:0 markiert. Echte Chancen hatte der SVW dann nur noch in der 80. nach Eckball und gleich darauf durch einen zentral angenommenen Kopfball durch Marinus, der sträflich allein gelassen wurde (siehe Video). Die Raublinger versuchten es in der 75. noch einmal, wieder Huber, wieder hält Rott.
Ob in der 43. Schober elfmeterreif gefoult wurde, es in der 80./81. Handspiel auf der Linie war und ob es gegen Ende noch einmal einen Elfer für uns hätte geben müssen, ist müßig: 1. haben wir gewonnen und 2. hat der Schiedsrichter anders entschieden.
Es war ein abwechslungsreiches und spannendes, aber notwendigerweise manchmal auch etwas verkrampftes Spiel, was aufgrund der momentanen Favoritenrollen der zwei Mannschaften nur verständlich ist. Aber so macht das Zuschauen Spaß.
Zwei Bemerkungen noch zu Raubling: Die sonst so sichere Raublinger Abwehr wirkte manchmal etwas verwirrt. Und die Stürmer versuchten es mit knappen Abseitsstellungen, die wohl noch aus der Zeit stammen, als es keine Linienrichter gab. Damit machte man sich etliche gute und gefährliche Angriffe selber kaputt. Gut für uns!
Es geht mit einer klassischen englischen Woche gleich weiter: Am Dienstag, 1. Oktober, diesmal erst 19.30 Uhr, erwarten wir den Aufsteiger aus Vogtareuth an der Römerstr.
Aufstellung
Simon Rott, Sebastian Niesner, Michael Jackl, Torsten Voß, Maximilian Danzer, Alexander Schober, Dominik Schlosser, Dominik Georg (78. Luca Leupolz), Torben Gartzen, Marinus Jackl (90. Maximilian Kleeberger), Fabian Martinus (85. Michael Krauß)
Torben Gartzen: 11 Tore in 7 Spielen
FC Grünthal – SVW 0:2 (0:0)
Und mit 2 weiteren Toren hat sich Torben Gartzen souverän an der Torjägerliste oben festgebissen.
Doch danach sah es in der 1. Hälfte gar nicht aus. Der FC Grünthal begann sehr offensiv und schnell, sodass man fast meinen konnte, man ist ganz woanders. Erst als dieser Ansturm mit 3 guten bis absoluten Chancen – auch dank der Ruhe und Souveränität von unserem Tormann Simon Rott - nichts einbrachte, kamen die von uns nicht geliebten aber typischen Grünthaler ans Licht. Mit kompaktem Mittelfeld plus gut aufgestellter Verteidigung machten sie die Angriffe des SVW meistens zunichte. Kopfballduelle gewannen sie sowieso fast alle. Da fiel unserer Mannschaft nicht viel dazu ein. Man wirkte schnell etwas zu lethargisch, obwohl das Spiel über weite Strecken nicht langsam war und bestimmt viel Kraft kostete. Aber außer einem Kopfball von Gartzen, den die Grünthaler sehr, sehr eng bewachten, und einem Schussversuch von Marinus Jackl kam nicht viel heraus. Diese Halbzeit ging mit Vorteilen an die Hausherren.
Auch zu Beginn der 2. Hälfte stürmte Grünthal. Allerdings nur 5-6 Minuten lang, aber auch diesmal stand Rott immer richtig. Dann endlich verstärkten unsere Jungs den Druck. Man sah richtig, wie sie sich psychisch und physisch aufrichteten, ab jetzt nicht mehr lockerließen und die dominante Mannschaft wurden. Das war nicht einfach, das war auch nicht immer souverän, aber es reichte die Grünthaler in Schach zu halten, nachdem Torben Gartzen seinen zehnten Treffer (62.) nach einem Traumpass von Michael Jackl von der rechten Seite unter oder neben den Torwart ins Tor spitzelte. Jetzt musste Grünthal aufmachen – und es sollte leichter werden, dachte man. Ja, Grünthal machte auf, nein, es wurde nicht leichter, da der FC Grünthal innerhalb von 2 Minuten (63., 65.) direkt nach unserem Führungstreffer Pech hatte und nur Latte bzw. linken Torpfosten traf. Das war eine überzeugende Antwort. Doch dann spielte in erster Linie der SVW mit einem schönen Angriff von links (77.) und einer guten Einstiegsleistung - auch von links - vom zurückgekehrten Luca Leipholz (85.). Dazwischen lag dann das mit Verzögerung gegebene 2:0, Torbens 11. Treffer (82.), den er per Kopfball erzielte, der aber von der Grünthaler Abwehr aus dem Tor gefischt wurde. Doch der Linienrichter stand richtig und vermeldete zum Ärger der Grünthaler, dass der Ball hinter der Linie gewesen war. Wieder mal ein Beispiel, wie sinnvoll und notwendig der Einsatz von Linienrichtern in der Kreisliga ist. Danach passierte nichts Erzählenswertes mehr. Es war wieder ein typischer Nachmittag in Grünthal. Ein schwieriges, aber kein sehr überzeugendes Spiel unserer Mannschaft mit teilweise wackliger Abwehr im Außenbereich und einem Sturm, dem manchmal die Zielstrebigkeit fehlte. Aber auch Arbeitssiege müssen sein. Und das war einer.
Aufstellung
Simon Rott, Sebastian Niesner, Michael Jackl, Torsten Voß, Maximilian Danzer, Alexander Schober, Dominik Schlosser, Max Kleeberger (72., Dominik Georg), Fabian Martinus (83., Luca Leupholz), Gartzen, Marinus Jackl (90. + 3, Max Kollmer)
Spielfreude, Spritzigkeit, Flexibilität gegen "Altenherrenschlaffußball"
SVW – SC Danubius Waldkraiburg 7:0 (3:0)
Da haben sie aber noch Glück gehabt – die Gäste aus Waldkraiburg. Eigentlich hätten sie dieses Spiel zweistellig verlieren müssen, aber da waren unsere Jungs dann noch mal gnädig. So wie Danubius schon mit Verspätung zum Spiel kam, war es auch im Spiel. Häufig zu langsam, häufig zu spät, häufig zu defensiv und zu behäbig. Da muss man sich schon fragen, wie eine Mannschaft mit solch einer Spielweise in diese Liga gekommen ist. Aber gut: Raubling haben sie besiegt und gegen Kolbermoor ein Unentschieden geschafft.
Aber zum Positiven für uns. Danubius Waldkraiburg hatte keine echte Torchance; sie waren extrem defensiv eingestellt, lauerten nur auf ganz sichere Konter, die aber der SVW nicht zuließ. Daher war es für den SVW-Anhänger ein sehr, sehr entspanntes Spiel, in dem schon in den ersten Minuten klar wurde, wer hier das Sagen hat. Deshalb erstmal die Chancen des Spiels auf SVW-Seite in gebotener Kürze, weil der Bericht sonst endlos wird:
2. Riesenchance Torben Gartzen,
3. Fabian Martinus aus 25m zentral übers Tor,
8. Ecke von links durch Fabi, Durcheinander im Torraum, Andreas Schneeweiß von halbrechts daneben,
21. Chance Marinus Jackl von links, aber zu harmlos für den Torwart,
28. Wieder Rini nach schnellem Angriff von links, aus 16m rechts vorbei,
33. Pfostenschuss Torben,
34. Schneller Angriff von rechts, Flanke Andi, Alexander Schober schießt weit übers Tor,
39. Ecke SVW, Schuss von Rini weit übers Tor,
41. Andi von links, Torben zentral auf Torwart,
47. Wieder Torben nach Zuspiel Rini, zentral,
50. Schuss aus 25m von Andi??,
56. Torben zentral drüber,
61. Spitzendribbling von Torben, Schuss von rechts nahe Torlinie an den linken Innenpfosten,
66. Schuss Kollmer von halblinks aus 15m,
78. Philip Stachler aus 25m von halblinks, Torwart hält.
Aber wichtige und schöne Tore gab es auch in relativ regelmäßigen Abständen: Schon in der 5. Minute begann Torben den Torreigen mit einem sehenswerteSchuss. Danach spielt nur der SVW (wie sich dann herausstellt das ganze restliche Spiel). Wieder war es Torben, der vor Spielfreude nur so sprüht, der das 2:0, nach gelungener Vorarbeit und Zusammenspiel in der Mitte mit Marinus Jackl, markierte. Das 3. Tor geht wohl auf den Waldkraiburger Torwart, der einen 28m-Aufsetzer von Fabian Martinus durchließ (42.). In der 2. Hälfte ging es gleich in der 51.Minute weiter, nachdem sich der wie immer rackernde und rennende Rini auf der linken Seite durchgesetzt hat, selber hätte abziehen können, aber nach rechts zum noch besser postierten Andreas Schneeweiß passte, der sicher versenkte. Hier sah man mal wieder ganz deutlich, wie Rini Mannschaftsgeist vor Eigennutz stellte. Toll. Jetzt durfte Torben noch einmal – in seiner typischen „Torriecherart“. Ein von Alexander Schober in den Torraum gegebener Ball war eigentlich schon die sichere Beute des Danubius-Torwarts. Doch Torben spitzelte ihm den Ball eine Zehntelsekunde vorher weg und das 5:0 war perfekt (62.). Da konnte er dann beruhigt den aus dem Urlaub zurückgekehrten Michael Baba Krauß Platz machen. Dann durfte Fabi nochmal in der gleichen Art, wie bei seinem 1. Tor, nur noch weiter entfernt und mit einem Freistoß. Irgendwie haben seine Weitschüsse etwas! Damit war das 6:0 perfekt (70.). Und in der 80 konnte sich dann auch Phillip Stachler nach direktem Zuspiel von Max Willi Danzer in die Torjägerliste eintragen und den Endstand von 7:0 festmachen (79.).
Apropos Danzer: Ja, eine Abwehr hat bei uns auch mitgespielt, wirkte sehr aufmerksam und sehr souverän, denn ab und zu kamen die Waldkraiburger ja tatsächlich in unseren Strafraum, waren da nicht ungefährlich, wurden aber konsequent und erfolgreich abgefangen.
Dank Danubius haben wir jetzt erstmal das beste Torverhältnis, sind dank Großholzhausen, die Raubling mit 1:1 in Schach hielten, erstmal Tabellenführer und müssen nächsten Sonntag um 15 in Grünthal antreten, die nicht wirklich gut in die Saison gestartet sind. Aber das wissen wir ja: Gegen Grünthal und in Grünthal das liegt unseren Jungs nicht so wirklich. Doch mit dieser Qualität, Spielfreude und Flexibilität, die die Mannschaft im Moment zeigt, sollte nichts anbrennen.
Aufstellung
Simon Rott, Sebastian Niesner, Michael Jackl, Andreas Schneeweiß, Maximilian Danzer, Alexander Schober, (70. Phillip Stachler), Dominik Schlosser, Maximilian Kleeberger, Fabian Martinus. Torben Gartzen (65. Michael Krauß), Marinus Jackl (62. Maximilian Kollmer)
2:0 gegen den Bezirksligaabsteiger ASV Au
Nachdem die Hausherren offensiv begonnen hatten, zeigte der SVW gleich in der 6. Minute, wer Herr im Haus – auch auf fremden Gelände – sein sollte: Torben Gartzen stürmt von links – was er heute sehr oft machen wird – Richtung Auer Tor, gibt in die Mitte, wo Fabian Martinus, der wieder zu seiner alten Form zurückfindet, auf das rechte Toreck zielt. Aber der Auer Torwart hält.
Doch noch in der ersten Viertelstunde ist es soweit: Diesmal schießt Fabian einen Freistoß von der rechten Seite sehr präzise vom Torwart wegdrehend in den 16er, wo Torben am höchsten springt und gezielt neben dem rechten Torpfosten einköpft. Keine Chance für den Auer Torwart.
Doch das heißt nicht, dass die Auer nicht zu sehen gewesen wären. Nein, schon in der 9. schließt Au nach einem gelungenen Spielaufbau von halblinks im 16er auf Simon Rott, der aber souverän reagiert. Und schon in der 17. muss er wieder ran, wieder erfolgreich nach einer Auer Ecke von rechts über den 2. Pfosten hinweg mit einem Kopfball, den Rott gerade noch über die Latte ablenken kann.
Noch in der gleichen Minute ein SVW-Angriff über Torben, der nach rechts auf Andreas Schneeweiß weitergibt. Schneeweiß schießt direkt aufs Tor, den der Torwart aber hält. In der Mitte in aussichtsreicher Position hatte Marinus Jackl auf eine Flanke gewartet. Aber dass man nicht alles sehen kann, ist normal und Andi ist mit einer dermaßenen Geschwindigkeit unterwegs, dass man nicht alles mitkriegen kann. Und er hat sich jetzt schon bei uns etabliert, ist wichtig, reißt Löcher beim Gegner und tut viel für den Spielaufbau.
Schon kurz darauf (20.) gibt es nach einem SVW-Einwurf auf der rechten Seite ein unentschlossenes Gewusel, dass mit einer gelungenen Flanke in den Auer Strafraum endet, wo wieder Torben Gartzen richtig steht und den Ball nur leicht über das Tor köpft. Irgendwie hat man das Gefühl, dass sich kein Auer so richtig für Torben zuständig fühlte. Ihm sollte es recht sein! In der 22. dann noch ein Auer Angriff von links mit einer weiten Flanke über den 2. Pfosten hinaus, wo weder ein SVWler noch ein Auer stand. Dieser Angriff und dieser „Abschluss“ waren symptomatisch für das Auer Spiel. Hinten hielten sie den Laden weitgehend dicht, auch angesichts ihrer sehr körperbetonten bis unfairen Art zu spielen (nicht umsonst sind sie jetzt schon letzter in der Fairnesstabelle), nach vorne kamen sie zwar häufig schnell, aber dann fiel ihnen nichts mehr ein. Das lag u.a. vielleicht auch daran, dass einer ihrer wichtigsten Spieler, Franz-Xaver Pelz (17), weitgehend aus dem Spiel genommen wurde, wieder von unserem einen 6er, Torsten Voß, der sich zu einer Art Sonderbewacher entwickelt, denkt man auch an das Spiel gegen Pang. Und Alexander Schober konnte dadurch wieder freier nach vorne agieren.
In diesem Zusammenhang sollte man auch erwähnen, dass unsere Mannschaft diesmal wieder mit einer Viererkette spielte, bei der Max Kleeberger hinten rechts seinen Platz fand, Schneeweiß nach vorne ging, da Luca Leupolz und Dominik Schlosser fehlten. Auch Baba Krauß war noch im Urlaub. Diese drei fehlten zwar, aber Stefan Mayr ist in der Lage, bei dem weitgehend intakten Kader, diese Lücken zu füllen. Apropos intakt: In der 42. wurde Marinus Jackl übel gefoult und musste verletzt vom Platz. Man kann schon so weit vorgreifen, weil in der Viertelstunde seit der letzten Chance zwar ansprechend und auch schnell Fußball gespielt wurde, vor allem von SVW-Seite aus, aber echte Chancen ergaben sich nicht.
Zu erwähnen ist auch Michael Jackl, der hinten gerade dann für Ordnung sorgte, wenn Kapitän Sebastian Niesner nach vorne stürmte und die Abwehr der Auer verwirrte. Diese schnellen und unerwarteten Angriffe durch die Mitte brachten eigentlich immer Unruhe in die gegnerische Mannschaft. Nicht zu vergessen Max Willi Danzer, der auf der rechten Seite auch eine tadellose Partie lieferte.
Die 2.Hälfte begann mit stärkerem Druck der Auer, was aber bis auf einen Kopfball von Pelz auch keine richtige Gefahr brachte. Auf der anderen Seite wurde aber ein für den SVW gegebener Elfmeter nach einem Einwand des Linienrichters zurückgezogen. An dieser Stelle könnte man ein sehr frühes und vorsichtiges Urteil anbringen: Der Einsatz von Linienrichtern in der Kreisliga bringt insgesamt mehr Ruhe und mehr Sicherheit für den Schiedsrichter und damit auch für das Spiel. Mögliche Fehlentscheidungen wird es trotzdem geben, auch beim Abseits. Hier regen sich ja gerne besonders die Spieler und Zuschauer auf, die weit weit weg vom Geschehen ein Urteil fällen!
In der 55. ist mal wieder Torben dran, der einen weit geschlagenen Pass aufnimmt, auf der linken Seite weitgehend allein Richtung Tor rennt, dann aber aus 35m präzise, aber nicht scharf genug abzieht, sodass Torwart Sebastian Leppert keine Probleme mit dem Fangen hat.
Dann kommt die Minute von Max Wiggerl Kollmer, der in der 2. Hälfte für Marinus Jackl kam: Nach einem schnellen und genauen Zuspiel auf die linke Seite rennt Kollmer noch etwas, um den Ball dann von halblinks sehr überlegt und präzise auf die rechte Torseite zu ziehen und zu versenken. Da hatte der Torhüter keine Chance. Und Max avanciert zum Edeljoker!
Ab diesem Zeitpunkt wirkten die Auer zumindest teil- und zeitweise entmutigt, was aber auch unsere Mannschaft dazu bringt, sich wieder mal zu weit zurückfallen zu lassen und den Auern zu viel Raum zu geben. Aber das geschah nur partiell und – wie gesagt – konnten die Auer damit auch nicht viel anfangen.
Erst in den 70er Minuten arbeitet sich der SVW wieder Chancen, z.B. mit – naja, wem wohl – Torben Gartzen, der wieder von der linken Seite schnell nach vorne stürmt, der heute überall ist und viel für Aufbau und Abschluss tut, weit über den 2. Pfosten nach rechts zu Schneeweiss, der den Ball nicht hart genug erwischt, aber Volley aufs Tor schießt. Und wieder hält der Torwart, der sich über Arbeitsmangel heute nicht beklagen konnte. Eine Minute später ist es wieder Torben, diesmal über die Mitte nach links auf Kollmer, der es genauso wie bei seinem Treffer versucht; der Torwart der Auer kann aber halten. Jetzt spielt nur noch der SVW mit noch einigen, aber nicht zwingenden Chancen.
Halten wir fest: Eine fehlerfreie Partie der gesamten Mannschaft, die einen attraktiven offensiveren Fußball spielt, der für die Zuschauer einiges bietet., Da freut man sich aufs nächste Spiel. Diesmal wieder daheim gegen einen neuen Gegner, Danubia Waldkraiburg, am Freitag, 13.9.19, um 19 Uhr bei uns an der Römerstr.
Aufstellung
Simon Rott, Sebastian Niesner, Michael Jackl, Andreas Schneeweiß (90. Matthias Brandner), Max Danzer, Alexander Schober, Max Kleeberger (89. Phillip Stachler), Torsten Voß, Fabian Martinus, Torben Gartzen, Marinus Jackl (46. Max Kollmer)
Berichte zu den ersten 4 Spielen unserer 2.Mannschaft
4. SVW II – TSV Hohenthann II 1:1
Die zweite Mannschaft des SV Westerndorf muss den ersten Punktverlust hinnehmen. Gegen den TSV Hohenthann II reichte es nur zu einem 1:1-Unentschieden.
Anders als in den vergangenen Spielen, startete man diesmal gut und ließ den Gegner gar nicht ins Spiel kommen. So hatten die Gastgeber schon in den ersten zwanzig Minuten hochkarätige Chancen durch Nesu Jasarevic und Manuel Weimann, die aber allesamt zu leichtfertig vergeben wurden.
Nach der Trinkpause Mitte der ersten Hälfte verloren die Westerndorfer aber jeglichen Zugriff und es bot sich dasselbe Bild wie gegen Heufeld: Man lief meist nur hinterher und konnte sich nicht mehr befreien. Die Gäste hatten in dieser Phase allerdings nicht das nötige Ballglück, so konnten sich die Hohenthanner keine gefährlichen Chancen herausspielen.
Im zweiten Durchgang wurde es dann wieder ein wenig besser und nur fünf Minuten nach Wiederanpfiff war es ein Standard, der zur Westerndorfer Führung führte. Keiner wusste genau, wie der Ball am Ende über die Linie ging, doch am Ende lag der Ball im Tor und es stand 1:0 (50.).
Danach boten sich erneut zahlreiche Chancen, um die Führung auszubauen. Die größte hatte Manuel Weimann, der freistehend aus fünf Metern nur noch ins Tor schieben musste, doch Nesu Jasarevic konnte dem Ball nicht mehr ausweichen und blockte somit unfreiwillig den Schuss.
Im Anschluss wurde der SVW dann ein wenig zu offensiv und vernachlässigte die Defensivarbeit komplett. Nach eigener Ecke konterten die Gäste dann schnell, über links kam der Ball in den Strafraum zu Felix Engelhart, der den Ball aus zehn Metern unter die Latte knallte (75.).
Hohenthann spielte nun weiter munter nach vorne und hatte in der 90. Minute sogar die Chance zur Führung, doch Dominik Größwang blieb Sieger im Eins-gegen-Eins-Duell. In der letzten Minute der Nachspielzeit gab es noch einmal einen gefährlichen Freistoß für Westerndorf. Georg Huber nahm sich der Aufgabe an und legte clever auf Dominik Georg ab, sein Schuss von der Strafraumkante wurde aber im Gewühl des Sechzehners abgeblockt, danach war Schluss.
Die Enttäuschung nach den verlorenen zwei Punkten war natürlich groß, trotz allem steht die
Reserve des SV Westerndorf weiterhin ungeschlagen auf dem zweiten Tabellenplatz.
3. FT Rosenheim II – SV Westerndorf II 1:6
Die zweite Mannschaft des SV Westerndorf feiert einen nie gefährdeten Kantersieg bei der „Fritschi“ und bleibt weiter ohne Punktverlust.
Im ersten Durchgang war der SVW zwar die bessere Mannschaft, doch in der gegnerischen Hälfte war man nicht konsequent genug. Einzig das Ergebnis zur Pause stimmte, nach schöner Vorarbeit von Joshua Wening traf Manuel Weimann per Lupfer zum 1:0 (26.).
Nach dem Seitenwechsel platzte dann der Knoten und die Gäste spielten sich in einen Rausch. Eine Kombination durch das Mittelfeld konnte Florian Luge wunderschön auf Weimann durchstecken, welcher den Ball nur noch ins Tor schieben musste (49.). Selbiger schnürte eine Viertelstunde später sogar seinen ersten Hattrick in dieser Saison, als er sah, dass FT-Torwart Grundtman zu weit vor seinem Tor stand und per sehenswertem Volley ins Netz traf (64.).
Das Spiel schien eigentlich entschieden, doch dann schlugen die Gastgeber auf einmal zu. Einen Angriff über die linke Seite konnte Christian Dresch am Ende eiskalt einschieben. Doch der SVW hat ja noch eine mittlerweile nicht mehr ganz so geheime Waffe in der Hinterhand: Benedikt Schmaler – im ersten Durchgang schon einmal erfolglos eingewechselt – wurde nur 30 Sekunden nach seiner zweiten Einwechselung von Immanuel Peter bedient und traf per Drehschuss mit dem linken Fuß (73.).
Den fünften Treffer für die Rottmoser-Elf erzielte Altstar Georg Huber, sein Schuss aus 20 Metern wurde unhaltbar abgefälscht (74.). Nur eine Minute später stellte Wening mit einem Schuss ins lange Eck das Endergebnis her (75.).
Mit dem dritten Sieg aus dem dritten Spiel festigt die Reserve den zweiten Tabellenplatz, man rangiert weiterhin nur noch hinter dem Türk Spor Rosenheim, welcher ebenfalls bisher alle Spiele gewinnen konnte.
2. SV Westerndorf II – SV-DJK Heufeld 2:0
Auch die zweite Mannschaft des SVW bleibt ohne Punktverlust. Wie schon gegen Pang, sah es jedoch in der ersten halben Stunde gar nicht danach aus. So auch Trainer Michael Rottmoser nach dem Spiel: „Ich dachte am Anfang, das wird übel.“
Doch nachdem die erste halbe Stunde - und damit zahlreiche Chancen der Gäste - überstanden war, kämpfte sich der SVW von Minute zu Minute besser ins Spiel. Mit einem schmeichelhaften 0:0 ging es in die Pause. Nach dem Wiederanpfiff wurde der Gastgeber noch stärker und spätestens nach dem berechtigten Platzverweis für DJK-Kapitän Lukas Walz (Foulspiel, Handspiel) war Heufeld stehend k.o. Auf diesen Moment hatte der SVW gewartet und schlug in Person von Wiggerl Kollmer (76.) und Benedikt Schmaler (85., bereits sein zweites Saisontor!) zu. Heufeld konnte zwar noch Akzente per Konter setzen, doch die Hintermannschaft um Schorsch Huber, Basti Hiltl und Dominik Größwang ließen an diesem Nachmittag kein Gegentor zu.
Nach dem Sieg steht die Reserve nun punktgleich mit dem Türk Spor Rosenheim auf dem zweiten Tabellenplatz.
1. SV Pang II – SV Westerndorf II 2:3
Die zweite Mannschaft des SVW startet ebenfalls mit einem Sieg in die neue Spielzeit. Dabei sah es am Anfang gar nicht danach aus. Die ersten 20 Minuten gelang den Kickern um Kapitän Lorenzo Einaudi quasi nichts, nur der routinierten Abwehr um den extra für die Partie eingeflogenen Pippo Stachler war es zu verdanken, dass bis zum Pausenpfiff die „Null“ stand. Kurz vor der Halbzeit gelang dem SVW sogar der Führungstreffer, als Nesu Jasarevic eine perfekt getretene Ecke von Matthias Brandner einköpfte (42.).
Nach der Pause war die Führung aber schon wieder dahin, Florian Schilling nutzte eine Unachtsamkeit der Defensive aus und traf zum Ausgleich (47.). Dann drehten die Gäste aber auf und spielten sich eine Chance nach der anderen heraus, nur knapp zehn Minuten später war es dann wieder Jasarevic, der einen Standard zur erneuten Führung einköpfen konnte (56.).
Doch die Panger gaben sich noch nicht auf und kamen eine Viertelstunde vor Schluss wieder zum Ausgleich, wieder war es Schilling, diesmal per direktem Freistoß (74.).
Als sich die meisten schon mit einem Unentschieden abgefunden hatten, hatte Trainer Michael Rottmoser den berühmten „Geistesblitz“ und wechselte Benedikt Schmaler ein. Der setzte nur Sekunden später Pangs Verteidiger Marcel Minkwitz so sehr unter Druck, dass dieser sich dem Zweikampf ergab, indem er sich einfach auf den Boden legte. Danach war es für den Torjäger ein Leichtes, den Ball zum Sieg ins Tor zu schieben (83.).
Am Ende steht ein glücklicher, aber bei weitem nicht unverdienter Sieg auf dem Papier, darauf kann man sicherlich aufbauen. Ein letzter Gruß geht noch an Lorenzo Einaudi, der nach vier Jahren im Rot-Weißen Trikot sein Studium beendet hat und sich nun in die Schweiz absetzt. Mach's gut, Lenzi!
6 Tore auf unsere Seite – 6 Torschützen
SVW – SV Pang 6:1 (4:1)
Beide Mannschaften wollten offensiv spielen, was sie von Beginn an auch durchzogen. Und dann gleich der Schock auf SVW-Seite: Nach einer schön getretenen Ecke der Panger von links wird der Ball in die Mitte gelenkt, wo Michael Brunnhuber genau richtig stand und aus kurzer Distanz zum 1:0 einschoss. Und wieder mal gingen die Befürchtungen los bei den SVW-Zuschauern: Gegen schwächere Mannschaften hatte man immer Probleme – und Pang als letzter mit bis Dato 3 heftigen Niederlagen gehört wohl zu den Schwächeren. Doch schon in der 12. Minute wurde schnell nach vorne gespielt – wie häufig an diesem Tag – und eine weite Flanke, von Andi Schneeweiß von rechts geschossen, landet auf dem Fuß von Marinus Jackl, der zentral einschießt. Damit war man wieder dran und machte auch genauso engagiert und konzentriert weiter. Das 1:0 war vergessen. Und 2 Minuten später konnte Dominik Schlosser auch aus zentraler Position den Ball versenken. Damit war das Spiel schon in der Anfangsphase gedreht. Unsere Mannschaft spielte schnell, sehr direkt über die Seiten und durch die Mitte (ohne lange Bälle) und riss damit die eh nicht so eng stehende Panger Abwehr immer wieder auseinander. Hatten sich die flexibleren Möglichkeiten, die die Spieler unter Stefan Mayr offensichtlich haben, in Prien noch nicht so ausgezahlt, so wurde es gegen Pang offensichtlich, dass Positionswechsel – bei Besetzen jeder Position - zu mehr Flexibilität beim SVW und zu mehr Verwirrung beim Gegner führt. Paradebeispiel hierfür die Wechsel von Kapitän Sebastian Niesner als Chef der Dreierkette mit Dominik Schlosser, der eigentlich eher im vorderen Mittelfeld agierte. Nebenbei sorgte dann der 6er Torsten Voß in erster Linie dafür, dass der Spielmacher des SV Pang, Sebastian Reisert, so gut wie komplett aus dem Spiel genommen wurde. Damit hatte Alexander Schober Zeit und Platz, sich quer über den Platz zu entfalten, was er auch tat und man an seinen Vorlagen den Erfolg ablesen konnte. Und der Rest unserer Mannschaft zeigte sich während des ganzen Spiels von seiner besten Seite.
Was man den Pangern aber zu Gute halten sollte, ist, dass sie nicht aufgaben, zumindest jetzt noch nicht, sondern mit Offensivfußball – soweit es unsere gut aufgestellte Abwehr zuließ – weitermachten, was allerdings dem Spiel unserer Jungs immer entgegenkommt. So gab es in der 16. auch eine Chance der Panger nach einem Einwurf, in der 20. eine von Luca Leupolz mit Pfosten, der dann in der 26. gleich noch einmal von Schober mit einem Pass gut bedient wurde, aber links danebenschoss. Dann machte es Alexander Schober eben selber mit einem schönen Volleyschuss von halbrechts am Torwart vorbei in der 33. und erhöhte auf 3:1.
Luca trifft dann auch das Tor (36.) – wieder mal nach einem schnellen Angriff – und erhöht auf 4:1.
Jetzt sah man bei den Pangern doch Enttäuschung und Verzweiflung, aber aufgeben taten sie nicht. Das war guter Sportsgeist. So hatten die Zuschauer auch weiterhin noch was von diesem abwechslungsreichen, aber zunehmend einseitigen Spiel, in dem sich der SVW den Gegner immer mehr zurechtlegte, allerdings ohne dass bis zur Halbzeit noch eine Ergebniserhöhung herausschaute.
In der zweiten Hälfte begannen die Panger mit aggressiverem Angriffsfußball. Ganz offensichtlich wollten sie das Blatt noch wenden – alle Achtung! Und der SVW reagierte, wie er schon immer reagiert hat. Er zieht sich zurück, zu weit, was schnell zu einer unangenehmen Überlegenheit des Gegners führt. Bei dem Spiel allerdings kaum. Nach wenigen Minuten war der Spuk und wohl auch die Kraft der Panger vorbei und In der 56. war es dann wieder mal soweit: Fabian Martinus schoss sein Tor von rechts anlaufend und dribbelnd am Torwart Pflaum vorbei bzw. halb über ihn drüber, in typisch leichtfüßiger Fabi-Manier. Dieser Gegner lag ihm ganz offensichtlich, wie sich auch schon an einigen Szenen vorher gezeigt hatte. Gut, dass Spiel war gelaufen und die Panger ließen sich jetzt auch immer tiefer in die eigene Hälfte drängen mit nur wenig Entlastung, z.B. in der 74., als Hoerauf mittig frei auf Simon Rott zulaufen konnte. Der verkürzt den Winkel aber sehr geschickt und Hoerauf setzt den Ball rechts neben das Tor. Und gleich darauf schießt Pang an die Querlatte, ohne dass der Ball die Linie überquert. Glück gehabt. Das war es dann aber endlich von Panger Seite. Und fast natürlich, dass der inzwischen eingewechselte Torben Gartzen auch noch sein Tor schoss (76.), nach wieder mal guter Vorarbeit von Alexander Schober.
Fazit: Für die Zuschauer ein abwechslungsreicher Abend, für die Panger eher weniger positiv, für die SVWler richtig schön. Und 6 (!) Torschützen zeigen zwar die Durchlässigkeit der Panger Abwehr, aber auch die Möglichkeiten, die unsere Spieler nach vorne haben. Den SV Pang bringt diese Niederlage in echte Nöte, denn 4 Niederlagen mit einem Torverhältnis von 6:18 sind sowohl psychisch als auch sportlich nur schwer zu verdauen. Hoffen wir, dass es ihnen trotzdem gelingt. Nach den hohen und teilweise unerwarteten Ergebnissen des Wochenendes (Emmering verliert) ist keine Mannschaft mehr verlustfrei und der SVW Zweiter hinter den Raublingern, die es diese Saison wohl endgültig mal besser machen wollen.
Für den SVW war das ein Sportfest, aber auch nicht mehr, denn der SV Pang ist nun mal kein echter Maßstab dieser Liga. Deshalb schauen wir, wie es nach dem Aufsteiger mit dem Absteiger funktioniert. Einfacher wird es auf jeden Fall nicht. Denn die Auer sind eine erfahrene Mannschaft. Man sieht sich am Samstag, 7.September um 13 Uhr in Au.
Aufstellung
Simon Rott, Sebastian Niesner, Michael Jackl, Andreas Schneeweiss ( 70. Maximilian Kleeberger), Maximilian Danzer, Alexander Schober (79. Dominik Georg), Dominik Schlosser, Torsten Voß, Luca Leupolz (64. Torben Gartzen), Fabian Martinus, Marinus Jackl
Ohne Einsatz: Sebastian Eder, Abdoul Diallo, Matthias Brandner
Erste Niederlage in der neuen Saison
Auswärtsspiel bei einem der Favoriten in der Kreisliga – und wieder sind die Vorzeichen aus Westerndorfer Sicht nicht optimal, war letztes Mal die Defensive von Ausfällen geplagt, stand diesmal die Offensive nicht wie gewünscht zur Verfügung, es fehlten u.a. Torben Gartzen, Michael Kraus und Dominik Georg.
So gestaltete sich der Beginn auf beiden Seiten sehr zögerlich, auf Westerndorfer Seite war das Fehlen von Anspielstationen zu bemerken und Prien wollte das Spiel gar nicht in die Hand nehmen, das wurde im Laufe des Spiels immer deutlicher. So kam nach und nach die Westerndorfer Mannschaft besser ins Spiel, und erspielte sich über die linke Offensivseite mehrere Aktionen, die aber nicht in Chancen mündeten.
Erste richtige Chance auf Seiten der Gäste in der 15. Minute, als ein schöner „Gassenpass“ von Fabian Martinus auf Luca Leupolz etwas zu steil kam, so dass der Torhüter den Ball problemlos aufnehmen konnte.
Nun kam auch Prien etwas in die Gänge, die erste Torannäherung war in der 18. Minute zu verzeichnen, stellte aber keine Gefahr für die Westerndorfer Abwehr dar.
Dann die 24. Minute, mit dem etwas kuriosen 1:0 für Prien. Nach einer Abseitsentscheidung gegen Prien übernahm Simon Rott die Ausführung des Freistoßes, ca. 25 Meter seitlich vor seinem Kasten. Der lange Ball wurde von einem Priener Spieler direkt in die Westerndorfer Hälfte zurückgeschlagen, und dort konnte ein Priener Spieler, den noch nicht ins Tor zurückgeeilten Rott per Lupfer überwinden.
Jetzt drehte sich das Spiel, Westerndorf stand jetzt viel zu tief, und Prien war jetzt wirklich Herr im eigenen Stadion, ohne aber zu klaren Chancen zu kommen. Auf Westerndorfer Seite konnte man erst in der 40. Minute wieder sowas wie eine Möglichkeit verzeichnen, Torsten Voß zog aus 30 Metern ab, der Ball ging aber weit drüber. Kurz vor dem Pausenpfiff hatte Prien noch eine große Chance, aber der Stürmer konnte sich gegen Simon Rott nicht durchsetzen.
Die Viertelstunde nach der Pause war dann wieder Westerndorf die aktivere Mannschaft, aber alle Aktionen wirkten etwas umständlich, es fehlte die klare Linie bei den Westerndorfer Spielern, und was war mit den Favoriten aus Prien? Die waren ganz schwach in dieser Phase, aber halt auch das cleverere Team – sie hatten einen Plan und der ging in der 60. Minute auf – mit einem Konter aus dem Fußball-Lehrbuch.
Ecke für Westerndorf, der Ball wurde abgewehrt, sofort zu einem an der Mittellinie lauernden Spieler gepasst und der konnte sich im Duell mit unserem Abwehrspieler und auch gegen Simon Rott durchsetzen – 2:0 für die Heimmannschaft!
Jetzt wurde es natürlich immer schwerer, Prien zog sich weit zurück, überließ unseren Jungs das Mittelfeld, aber ihre Stärken bei Kontern wusste jetzt jeder auf dem Platz. Westerndorf kam zu einigen Chancen, so Marinus Jackl in der 64. Minute mit einem schönen Schuss vom Strafraum – knapp vorbei. Oder in der 66. Minute mit einem Freistoß durch Fabi, der aber zur Ecke geklärt wurde. Die beschriebene Konterstärke der Priener mündete fast in das 3:0 (74. Minute) aber der Stürmer schoss freistehend über das Tor. In dieser Phase hatte Prien weitere Gelegenheiten, das Spiel endgültig zu entscheiden, aber sie nutzten ihre Chancen nicht. In der 80. Minute dann ein Doppelwechsel auf Westerndorfer Seite, Philipp Stachler und Abdoul Diallo kamen und gingen beide (!) gleich ganz vorne rein, aber recht viel mehr als ein Abschluss von Diallo sprang nicht raus.
Dann war es gelaufen, die Punkte blieben in Prien, und um es klar zu sagen, es war von beiden Seiten kein gutes Kreisligaspiel, und auf Westerndorfer Seite bleibt festzuhalten, dass zwar die fehlenden Spieler abgehen, aber trotzdem waren ja noch genug gestandene Kreisligaspieler auf dem Platz…………….!
Aufstellung: Simon Rott, Sebastian Niesner, Michael Jackl, Andi Schneeweiss, Max Danzer, Alexander Schober (ab 80. Min. Philipp Stachler), Dominik Schlosser, Torsten Voß, Luca Leupolz (ab 80. Min. Abdoul Diallo), Marinus Jackl und Fabian Martinus.
Dazu Max Kleeberger und Matthias Brandner (ohne Einsatz).
Klaus Jordan
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